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Treffen „Junger Menschen und Schlaganfall“ ...

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Anonymer Erlebnisbericht

Mein Baby hatte einen Schlaganfall.

Kurz nach der Geburt hatte mein Sohn seinen Schlaganfall. Der Weg zur Diagnose war lang und steinig. Weder Kinderärztin noch Hebamme wollten unseren Bedenken glauben, dass irgendwas nicht stimmt. Er hielt seinen Kopf ausschließlich auf der linken Seite, ebenso seinen Blick.

Jegliche Versuche seinen Kopf auf die rechte Seite zu bewegen, scheiterten. Zunächst ging ich von einer Art Blockade aus. Erst ein junger Hausarzt mit Chiropraktiker Ausbildung hat dann den Verdacht geäußert, es könnte ein Schlaganfall sein und hat uns direkt ins Krankenhaus geschickt. Da war der Kleine bereits drei Monate alt. Beim Ultraschall kam dann die Gewissheit: Mediainfarkt, mindestens drei Wochen zurückliegend. Die Welt stand bei diesen Worten komplett still… Warum musste ausgerechnet unser Baby einen Schlaganfall haben? Warum gibt es so was überhaupt bei Babys? Dass plötzlich etliche Studenten und weitere Ärzte um uns herum standen, haben wir in diesem Moment gar nicht realisiert. Nach zwei Wochen, in denen ich tags und nachts nur geweint habe, ging dann der Ärztemarathon los: Neurologie, Augenarzt, Hämostaseologie, Radiologie.

Im Alter von vier Monaten fingen dann auch bereits die Therapien an, Physio- und Ergotherapie. Mit einem Jahr bereits die erste Reha. Seitdem hat sich unser Sohn besser entwickelt, als alle Prognosen es zuließen: Er spricht nun im Alter von knapp drei Jahren ca. 12 Worte und beginnt mit laufen. Der Kampf hört an dieser Stelle natürlich noch nicht auf, aber bisher sind wir glücklich mit allem was unser kleiner Kämpfer erreicht hat und wir wachsen täglich an den neuen Herausforderungen zusammen.